Daniel S.
Gelernter Koch, er arbeitete bei der Caritas in der Küche. BPS. Manchmal therapiemotiviert. Manchmal auch nicht.
Er hat viel gedacht, viel überdacht, vielleicht auch zuviel? Die Welt, die Menschen, die Liebe - Beziehungen knüpfte er schnell, er konnte so unglaublich lebensfroh sein, mit ihm konnte man lachen. Gleichzeitig war seine ernste Seite ausgeprägt - er verstand die Zweifel und Resignation der anderen, nahm sie jedoch nie einfach so hin. Versuchte, zu motivieren, den Fokus aufs Positive zu richten. Und verlor ihn schlußendlich dann doch aus den Augen..
Daniel,
was ich heute erfahren habe, trifft mich zutiefst. Ich kann mich noch so gut an unsere Spaziergänge damals erinnern, auch an Deine Gedanken - an Deine Sehnsucht nach dem, was Du jetzt tatest. Doch glaubte ich, als ich Dich im April das letzte Mal traf, daß Du diese Überlegungen beiseite gelegt hattest... Ich erinnere mich an Deinen Händedruck, an die Situation, wo Du mich diesen Berg hinauf getragen hast, an Dein Lachen, Deinen Körper, unseren Kuss. Ich hab sie noch, Deine Briefe, worin Du mir damals erzähltest, daß Du Dich in mich verliebt hättest. Es fiel mir so schwer, vernünftig zu bleiben... In der Therapie war es nicht möglich, das sahen wir beide, und später blieb es dann doch bei einer Freundschaft. Tat es Dir dennoch weh, mich Anfang dieses Jahres zu sehen, obwohl ich für Dich unerreichbar war?
Es tut weh, Dich zu verlieren. Dich verloren zu haben - so...
Er war damals auch auf Haus 7, als ich die Therapie dort so - rabiat - beendete. Er war danach da. Er war vernünftig, ging auch zwischendurch immer mal für Kriseninterventionen und Unterbrechungen von schwer depressiven Phasen in die Klinik. Ich war unvernünftig, blieb so lange draußen... Er hat die DBT auf Haus 7 mehr als einmal durchgehalten, kannte das Manual so auswendig wie ich.
Vor ungefähr sieben Wochen beendete er sein Leben selber, erhängte sich auf der Adoleszentenstation A19 in Lutter.
Er hat viel gedacht, viel überdacht, vielleicht auch zuviel? Die Welt, die Menschen, die Liebe - Beziehungen knüpfte er schnell, er konnte so unglaublich lebensfroh sein, mit ihm konnte man lachen. Gleichzeitig war seine ernste Seite ausgeprägt - er verstand die Zweifel und Resignation der anderen, nahm sie jedoch nie einfach so hin. Versuchte, zu motivieren, den Fokus aufs Positive zu richten. Und verlor ihn schlußendlich dann doch aus den Augen..
Daniel,
was ich heute erfahren habe, trifft mich zutiefst. Ich kann mich noch so gut an unsere Spaziergänge damals erinnern, auch an Deine Gedanken - an Deine Sehnsucht nach dem, was Du jetzt tatest. Doch glaubte ich, als ich Dich im April das letzte Mal traf, daß Du diese Überlegungen beiseite gelegt hattest... Ich erinnere mich an Deinen Händedruck, an die Situation, wo Du mich diesen Berg hinauf getragen hast, an Dein Lachen, Deinen Körper, unseren Kuss. Ich hab sie noch, Deine Briefe, worin Du mir damals erzähltest, daß Du Dich in mich verliebt hättest. Es fiel mir so schwer, vernünftig zu bleiben... In der Therapie war es nicht möglich, das sahen wir beide, und später blieb es dann doch bei einer Freundschaft. Tat es Dir dennoch weh, mich Anfang dieses Jahres zu sehen, obwohl ich für Dich unerreichbar war?
Es tut weh, Dich zu verlieren. Dich verloren zu haben - so...
Er war damals auch auf Haus 7, als ich die Therapie dort so - rabiat - beendete. Er war danach da. Er war vernünftig, ging auch zwischendurch immer mal für Kriseninterventionen und Unterbrechungen von schwer depressiven Phasen in die Klinik. Ich war unvernünftig, blieb so lange draußen... Er hat die DBT auf Haus 7 mehr als einmal durchgehalten, kannte das Manual so auswendig wie ich.
Vor ungefähr sieben Wochen beendete er sein Leben selber, erhängte sich auf der Adoleszentenstation A19 in Lutter.
mondstreif - 21. Jul, 19:46


