Ich steh auf SM!
Wer tanzt, stirbt nicht!
Unbarmherzige Sonne, und das auf einem Areal von 12 Fußballfeldern, falls man dem Propagandamaterial glauben kann. Der Boden, eigentlich Wiese und Rasen, ist vom gestrigen Gewittersturzregen noch aufgeweicht, stellenweise ein großes Moorloch, nachgiebig und weich unter den Füßen, rutschig und voll Wasser. Um wenigenstens Wege zu schaffen, wurde Stroh und dieses Holzhäckselzeug großzügig auf dem Matsch verteilt, so daß man wenigstens trockenen, wenn auch sehr staubigen Fußes die verschiedenen Gebiete dieses gewaltigen Lagers erkunden kann.
Zu Beginn, direkt hinter den mit vielen Plakaten beklebten Abstellwänden und dem Einlaß, befanden sich die Folterinstrumente und der Arbeitsplatz des Henkers - Schandpfähle, Pranger, bemannte bzw befraute Käfige mit unglücklichen in Lumpen gekleideten Darstellern rührten das Herz der Besucher, während der Junge, der all dies beaufsichtigte, den eintretenden "Damen" verschiedene Veränderungen und Optimierungen an ihren Gatten anbot - vielleicht einen kleinen Holzklotz, ein Messer im Schädel, so daß er besser hört? Oder gleich der Galgen, auf daß der Platz an Ihrer Seite für einen trefflicheren Bewerber freiwerde?
Meine Mutter war nicht sehr "amused", und so wanderten wir weiter, ohne zu belauschen, für welche Besserung sich die zugehörige Maid entschied.
Der weitere Weg führte durch mehrere lagernde Ritter- und Fechtgruppen, mit schönen Zelten, gemütlich wirkenden Betten und Strohballen als Sitzmöglichkeiten. Die ersten Kanppen übten sich bereits im Schwertkampfe, mehrfach konnten Pfeile, Armbrustbolzen und Äxte auf Zielscheiben, Tontauben oder Tiere gegen Silberlinge abgeschossen werden, und die ersten Mittagessen dampften über miefigen Holzfeuern. Mittelalter pur? Zumindest das, was man sich heutzutage so darunter vorstellt und gut verkaufen kann.
Hinter einem kleinen Waldstück befand sich dann der eigentliche Markt. Unzählige Stände, von in meinen Augen recht authentischen Handwerkern und Krämern bis hin zu dem üblichen modernen Gothic-Grufti-Kram, boten ihre Ware feil, Zuckerbäcker und Schenken sorgen dazwischen für das leibliche Wohl. Von drei oder vier Bühnen schallte Musik und Schreyerey über die Marktwiese, und ich stellte begeistert Beobachtungen über die anwesenden vorbeiziehenden Menschen an, ihre Kleidung, ihre Körpersprache, ihre Begleiter. Aber das führe ich ein andermal aus. (;
Nach einem Rundgang in praller Sonne begab ich mich dann das erste Mal direkt vor die Hauptbühne, nachdem ich meine Eltern im Schatten abgesetzt hatte. Die Band, welche ich zuletzt vor vier oder fünf Jahren in Braunschweig sah und wegen der ich mich für den heutigen Besuchstag entschieden hatte, tauchte dann mit etwas Verzögerung auch auf, spielte super und brachte trotz der unglaublichen Temperaturen im Sonnenlicht und in der Menge uns alle zum tanzen, singen, hüpfen, auch zum jubeln, und die Zeit ging viel zu schnell um. Es war schön, die alten Akustiklieder wieder zu hören, die Kerle zu sehen, Spaß zu haben.
Den Nachmittagsauftritt mußte ich natürlich auch noch mitnehmen, es war herrlich, zwar viel zu warm, aber diese schönen ewig weiten Männer-Hemden, die so eine praktische offene Schnürung am Hals haben und einfach luftig, riesig und weiß sind, können auch dreimal durchgeschwitzt werden. Das hab ich heute natürlich erfolgreich ausgetestet, aber für mein Kleid war es mir einfach zu warm. *hechel*
So, wer kommt jetzt anhand des Zitates zu Beginn dieses Eintrags auf den Bandnamen? (= Ich kam natürlich auch an zwei Patches und einem Tshirt nicht vorbei, aber - was solls. *freus*
Unbarmherzige Sonne, und das auf einem Areal von 12 Fußballfeldern, falls man dem Propagandamaterial glauben kann. Der Boden, eigentlich Wiese und Rasen, ist vom gestrigen Gewittersturzregen noch aufgeweicht, stellenweise ein großes Moorloch, nachgiebig und weich unter den Füßen, rutschig und voll Wasser. Um wenigenstens Wege zu schaffen, wurde Stroh und dieses Holzhäckselzeug großzügig auf dem Matsch verteilt, so daß man wenigstens trockenen, wenn auch sehr staubigen Fußes die verschiedenen Gebiete dieses gewaltigen Lagers erkunden kann.
Zu Beginn, direkt hinter den mit vielen Plakaten beklebten Abstellwänden und dem Einlaß, befanden sich die Folterinstrumente und der Arbeitsplatz des Henkers - Schandpfähle, Pranger, bemannte bzw befraute Käfige mit unglücklichen in Lumpen gekleideten Darstellern rührten das Herz der Besucher, während der Junge, der all dies beaufsichtigte, den eintretenden "Damen" verschiedene Veränderungen und Optimierungen an ihren Gatten anbot - vielleicht einen kleinen Holzklotz, ein Messer im Schädel, so daß er besser hört? Oder gleich der Galgen, auf daß der Platz an Ihrer Seite für einen trefflicheren Bewerber freiwerde?
Meine Mutter war nicht sehr "amused", und so wanderten wir weiter, ohne zu belauschen, für welche Besserung sich die zugehörige Maid entschied.
Der weitere Weg führte durch mehrere lagernde Ritter- und Fechtgruppen, mit schönen Zelten, gemütlich wirkenden Betten und Strohballen als Sitzmöglichkeiten. Die ersten Kanppen übten sich bereits im Schwertkampfe, mehrfach konnten Pfeile, Armbrustbolzen und Äxte auf Zielscheiben, Tontauben oder Tiere gegen Silberlinge abgeschossen werden, und die ersten Mittagessen dampften über miefigen Holzfeuern. Mittelalter pur? Zumindest das, was man sich heutzutage so darunter vorstellt und gut verkaufen kann.
Hinter einem kleinen Waldstück befand sich dann der eigentliche Markt. Unzählige Stände, von in meinen Augen recht authentischen Handwerkern und Krämern bis hin zu dem üblichen modernen Gothic-Grufti-Kram, boten ihre Ware feil, Zuckerbäcker und Schenken sorgen dazwischen für das leibliche Wohl. Von drei oder vier Bühnen schallte Musik und Schreyerey über die Marktwiese, und ich stellte begeistert Beobachtungen über die anwesenden vorbeiziehenden Menschen an, ihre Kleidung, ihre Körpersprache, ihre Begleiter. Aber das führe ich ein andermal aus. (;
Nach einem Rundgang in praller Sonne begab ich mich dann das erste Mal direkt vor die Hauptbühne, nachdem ich meine Eltern im Schatten abgesetzt hatte. Die Band, welche ich zuletzt vor vier oder fünf Jahren in Braunschweig sah und wegen der ich mich für den heutigen Besuchstag entschieden hatte, tauchte dann mit etwas Verzögerung auch auf, spielte super und brachte trotz der unglaublichen Temperaturen im Sonnenlicht und in der Menge uns alle zum tanzen, singen, hüpfen, auch zum jubeln, und die Zeit ging viel zu schnell um. Es war schön, die alten Akustiklieder wieder zu hören, die Kerle zu sehen, Spaß zu haben.
Den Nachmittagsauftritt mußte ich natürlich auch noch mitnehmen, es war herrlich, zwar viel zu warm, aber diese schönen ewig weiten Männer-Hemden, die so eine praktische offene Schnürung am Hals haben und einfach luftig, riesig und weiß sind, können auch dreimal durchgeschwitzt werden. Das hab ich heute natürlich erfolgreich ausgetestet, aber für mein Kleid war es mir einfach zu warm. *hechel*
So, wer kommt jetzt anhand des Zitates zu Beginn dieses Eintrags auf den Bandnamen? (= Ich kam natürlich auch an zwei Patches und einem Tshirt nicht vorbei, aber - was solls. *freus*
mondstreif - 26. Jul, 23:45


