Schneetreiben
Auf dem Rückweg von meiner Linguistikklausur am heutigen Tage schneite es mal wieder. Eigentlich glaube ich, es war kein wieder, sondern ein immer noch - schon der Hinweg war wettertechnisch kritisch, und unter dem frischen Neuschnee verbargen sich oftmals tückische Eisspuren, die mein Fahrrad nur zu oft aus seiner Spur brachten. Das Schneemanngefühl wurde auch direkt mitgeliefert.
Auf der Rückfahrt zumindest hatte ich keine Zeitnot mehr, auch die Nervosität (wenn auch nciht die Wut über die unglückliche Klausur) hatten sich gelegt, und so überlegte ich nicht lange am Beginn des Parkes, ob ich den Weg außenherum fahrend oder mittendurch gehend wähle. Es war still auf den verschneiten Wegen, noch waren nur wenige Menschen unterwegs. Dicke Flocken rieselten still auf meinen Haarschopf und meine Jacke, und manche wurden vom Wind keck in meinen Mund gepustet, wo sie sich auf meiner Zunge schnell in Nichts auflösten. Alles war weiß - der Weg, der Himmel, die Luft, alles erfüllt vom Schweigen fallenden Schnees.

Ich summte leise vor mich hin, während ich meine Konzentration ganz auf das leise Knirschen meiner Stiefel richtete, die mit jedem Schritt neue Spuren hinterließen. An solchen Tagen ist es einfach, sich in das Antlitz der Erde einzuprägen - man muss nur einen Ort finden, wo die gleißende Decke noch unberührt auf deinen Fuß zu warten scheint...
Mein Blick genoß die Ruhe der tanzenden Flocken, bis er auf etwas unerwartet Buntes in der Krone des nächsten Baumes fiel - viel zu bunt für einen Vogel, viel zu bunt für diese Jahreszeit. Ich sah genauer hin, und konnte mich einer gewissen Verblüffung nicht erwehren - dort, in den kahlen, weißen Ästen, befand sich ein Schmetterling. Bunt, groß, ein Zeichen kündenden Frühlings...
Dieses Bild prägte sich mir so eindrücklich ein, daß ich ein paar Stunden später mit meiner Kamera zum Ort dieses Wunders zurückkehrte - seht selbst.

Auf der Rückfahrt zumindest hatte ich keine Zeitnot mehr, auch die Nervosität (wenn auch nciht die Wut über die unglückliche Klausur) hatten sich gelegt, und so überlegte ich nicht lange am Beginn des Parkes, ob ich den Weg außenherum fahrend oder mittendurch gehend wähle. Es war still auf den verschneiten Wegen, noch waren nur wenige Menschen unterwegs. Dicke Flocken rieselten still auf meinen Haarschopf und meine Jacke, und manche wurden vom Wind keck in meinen Mund gepustet, wo sie sich auf meiner Zunge schnell in Nichts auflösten. Alles war weiß - der Weg, der Himmel, die Luft, alles erfüllt vom Schweigen fallenden Schnees.

Ich summte leise vor mich hin, während ich meine Konzentration ganz auf das leise Knirschen meiner Stiefel richtete, die mit jedem Schritt neue Spuren hinterließen. An solchen Tagen ist es einfach, sich in das Antlitz der Erde einzuprägen - man muss nur einen Ort finden, wo die gleißende Decke noch unberührt auf deinen Fuß zu warten scheint...
Mein Blick genoß die Ruhe der tanzenden Flocken, bis er auf etwas unerwartet Buntes in der Krone des nächsten Baumes fiel - viel zu bunt für einen Vogel, viel zu bunt für diese Jahreszeit. Ich sah genauer hin, und konnte mich einer gewissen Verblüffung nicht erwehren - dort, in den kahlen, weißen Ästen, befand sich ein Schmetterling. Bunt, groß, ein Zeichen kündenden Frühlings...
Dieses Bild prägte sich mir so eindrücklich ein, daß ich ein paar Stunden später mit meiner Kamera zum Ort dieses Wunders zurückkehrte - seht selbst.

mondstreif - 13. Feb, 23:40


