Und weiter?
"T., ich hab gehört, Du willst mir heute wieder etwas schenken?" - Ich lache. "H., ich geh morgen, da ist das doch jetzt egal, oder?".
Er hält Schritt, bleibt an meiner Seite, dann schüttelt er den Kopf. "Du gehst nicht." - "Wie, nicht?" Noch nehme ich das als Scherz. "Das ist mir neu." Er jedoch bleibt ernst. "Nein, Du gehst morgen nicht. Du setzt das nächste Semester aus, und bleibst. Ein Vierteljahr Therapie erstmal, zwei bis dreimal in der Woche Gespräche mit mir, und Deine Fassade wird immer weniger, glaub mir. Und dann akzeptierst Du irgendwann auch, daß Du eine Störung hast."
Eine tiefe Müdigkeit überkommt mich.. "Und mein Studium?"
Das nachfolgende kurze Gespräch im Gruppenraum, in welchem ich eigentlich nur still für mich das Protokoll der letzten PE-Gruppe abschreiben wollte, bleibt haften. Und wieder einmal weiß ich nicht mehr, was ich tun soll, welcher Weg der _richtige_ wäre. Meistens kann ich das ja wenigstens noch erkennen - der "neue Weg" führt definitiv nicht über svV und Alkohol. Aber diesmal? Welcher ist der alte, welcher der neue, wenn ich die Wahl treffen muss, ob ich mein Studium fortsetze oder hier bleibe?
Es wäre ja nicht nur ein halbes Jahr - ich müsste ein ganzes pausieren, die Kurse aus dem Wintersemester bauen größtenteils auf denen des Sommers auf. Hs Kommentar dazu war nur ein "Das ist ja noch viel besser!"
Und ich habe nicht einmal lang Zeit, um zu überlegen.
Nachtrag ein paar Denkstunden später:
"Richtige" und "falsche" Wege existieren nicht - das wäre eine Bewertung, und die ist ja nicht produktiv. ^.^ Ich gehe, wie geplant, und vertraue auf mein Bauchgefühl, wenn die Stimmung nicht grad wieder kippt: irgendwie habe ich das noch immer wieder hinbekommen. Warum nicht jetzt auch? Vielleicht anfangs nicht gut, vielleicht nur mit viel Kampf und Anstrengung und Energie, aber ich werde schon voran kommen. Auf welchem Weg auch immer. ^.^
Er hält Schritt, bleibt an meiner Seite, dann schüttelt er den Kopf. "Du gehst nicht." - "Wie, nicht?" Noch nehme ich das als Scherz. "Das ist mir neu." Er jedoch bleibt ernst. "Nein, Du gehst morgen nicht. Du setzt das nächste Semester aus, und bleibst. Ein Vierteljahr Therapie erstmal, zwei bis dreimal in der Woche Gespräche mit mir, und Deine Fassade wird immer weniger, glaub mir. Und dann akzeptierst Du irgendwann auch, daß Du eine Störung hast."
Eine tiefe Müdigkeit überkommt mich.. "Und mein Studium?"
Das nachfolgende kurze Gespräch im Gruppenraum, in welchem ich eigentlich nur still für mich das Protokoll der letzten PE-Gruppe abschreiben wollte, bleibt haften. Und wieder einmal weiß ich nicht mehr, was ich tun soll, welcher Weg der _richtige_ wäre. Meistens kann ich das ja wenigstens noch erkennen - der "neue Weg" führt definitiv nicht über svV und Alkohol. Aber diesmal? Welcher ist der alte, welcher der neue, wenn ich die Wahl treffen muss, ob ich mein Studium fortsetze oder hier bleibe?
Es wäre ja nicht nur ein halbes Jahr - ich müsste ein ganzes pausieren, die Kurse aus dem Wintersemester bauen größtenteils auf denen des Sommers auf. Hs Kommentar dazu war nur ein "Das ist ja noch viel besser!"
Und ich habe nicht einmal lang Zeit, um zu überlegen.
Nachtrag ein paar Denkstunden später:
"Richtige" und "falsche" Wege existieren nicht - das wäre eine Bewertung, und die ist ja nicht produktiv. ^.^ Ich gehe, wie geplant, und vertraue auf mein Bauchgefühl, wenn die Stimmung nicht grad wieder kippt: irgendwie habe ich das noch immer wieder hinbekommen. Warum nicht jetzt auch? Vielleicht anfangs nicht gut, vielleicht nur mit viel Kampf und Anstrengung und Energie, aber ich werde schon voran kommen. Auf welchem Weg auch immer. ^.^
mondstreif - 8. Apr, 08:49


