Nachspiel
Mein Schatten ist noch nicht wieder bei mir.
Ich freue mich auf morgen, auf die Uni. Alles, wirklich alles ist besser als diese Stille um mich herum, nein, als diese Stille in mir. Das ist das eigentlich schwierige - die Mauer, die ich im letzten dreiviertel Jahr um mich selbst, um meine Gefühle und um diesen destruktiven Teil in mir errichtet habe, hat Löcher bekommen. Schlußendlich hat die ganze Therapie in O. nur darauf abgezielt: daß meine Fassade bröckelt und bricht, daß ich Gefühle wahrnehme und zeige, daß ich mich selbst überhaupt wieder fühle. Nach sieben Wochen gab es da dann die ersten "Erfolgserlebnisse", doch meine Zeit war um. Und jetzt sitze ich oben in Kiel und spüre vor allem diese Löcher in meinem wunderbaren "Alles-ist-so-toll"-Gehabe. Aber mir fehlen die Methoden, angemessen damit umzugehen..
Die Sehnsucht nach einer Landkarte in meiner Haut ist mal wieder übergroß - vor allem, nachdem ich darüber eh auf Station wieder einmal die Kontrolle verlor. Warum kämpfen..?
Weil aufgeben der einfachere Weg ist, und weil hinter der Resignation _nichts_ mehr ist, ich weiß. Außerdem kenne ich mich - dazu habe ich dann doch zuviel Kraft, als daß ich eine Niederlage länger als einige Stunden, ein Tag, ertragen könnte, und doch wieder neu kämpfe. Dennoch wünsche ich mir manchmal, es doch zu können - aufzugeben.
Ich denke wieder einmal Unsinn. Moin, Depression, kommst Du mal wieder zu Besuch? Das ist schon in Ordnung, ich weiß, daß Du irgendwann auch wieder gehst, keine Krise währt ewig, auch diese nicht. Und wenn morgen wieder Uni ist, werde ich mit den alten Mitteln die entstandenen Löcher schon wieder flicken - nicht gut, aber haltbar für den Moment.
Verdammt, ich wäre so gern einfach gesund. Warum muss diese verfluchte Störung immer wieder auftauchen, auch wenn ich sie gar nicht haben will?! Sich Zeit geben, Geduld haben.... das ist unendlich schwer, wenn man doch einfach nur _leben_ will.
Ich freue mich auf morgen, auf die Uni. Alles, wirklich alles ist besser als diese Stille um mich herum, nein, als diese Stille in mir. Das ist das eigentlich schwierige - die Mauer, die ich im letzten dreiviertel Jahr um mich selbst, um meine Gefühle und um diesen destruktiven Teil in mir errichtet habe, hat Löcher bekommen. Schlußendlich hat die ganze Therapie in O. nur darauf abgezielt: daß meine Fassade bröckelt und bricht, daß ich Gefühle wahrnehme und zeige, daß ich mich selbst überhaupt wieder fühle. Nach sieben Wochen gab es da dann die ersten "Erfolgserlebnisse", doch meine Zeit war um. Und jetzt sitze ich oben in Kiel und spüre vor allem diese Löcher in meinem wunderbaren "Alles-ist-so-toll"-Gehabe. Aber mir fehlen die Methoden, angemessen damit umzugehen..
Die Sehnsucht nach einer Landkarte in meiner Haut ist mal wieder übergroß - vor allem, nachdem ich darüber eh auf Station wieder einmal die Kontrolle verlor. Warum kämpfen..?
Weil aufgeben der einfachere Weg ist, und weil hinter der Resignation _nichts_ mehr ist, ich weiß. Außerdem kenne ich mich - dazu habe ich dann doch zuviel Kraft, als daß ich eine Niederlage länger als einige Stunden, ein Tag, ertragen könnte, und doch wieder neu kämpfe. Dennoch wünsche ich mir manchmal, es doch zu können - aufzugeben.
Ich denke wieder einmal Unsinn. Moin, Depression, kommst Du mal wieder zu Besuch? Das ist schon in Ordnung, ich weiß, daß Du irgendwann auch wieder gehst, keine Krise währt ewig, auch diese nicht. Und wenn morgen wieder Uni ist, werde ich mit den alten Mitteln die entstandenen Löcher schon wieder flicken - nicht gut, aber haltbar für den Moment.
Verdammt, ich wäre so gern einfach gesund. Warum muss diese verfluchte Störung immer wieder auftauchen, auch wenn ich sie gar nicht haben will?! Sich Zeit geben, Geduld haben.... das ist unendlich schwer, wenn man doch einfach nur _leben_ will.
mondstreif - 13. Apr, 10:52


