_all-taegliches_
Vielleicht versteht es niemand, der das nicht kennt - aber das Wissen, daß ich zum ersten Mal seit Unibeginn "freie" Semesterferien haben werde, ist schon schön. Und ein wenig erschreckend..
mondstreif - 12. Nov, 12:14
Alles sollte so perfekt sein. Menschen um mich herum, Verabredungen, Komplimente. Eigentlich reichlich gut gefüllte Tage, wunderschöne Momente in der Sonne am Meer, Salzwasser und Wind auf der nackten Haut. Freundschaften, Pläne, so viele Wunschträume. Chancen, Möglichkeiten, die sich eröffnen, Anregungen, Diskussionen, die mich reizen.
Sogar ein wenig Vorfreude auf den Sommer, wegen der ganzen Freunde, die ich dann dort wiedersehe - gar nicht mal drinnen, aber in der Region. Ma., Ni., Me., Ha., Su., Ma. - so viele Menschen, die mir wichtig sind, mit denen ich lachen, reden, schweigen kann.
Vorfreude auf Ruhe und ein wenig Entspannung, und auch, so seltsam es für andere klingen mag, Vorfreude auf ein wenig "Urlaub".
Dennoch werden meine Tage immer grauer, mein Antrieb geringer, ich selbst müder und melancholischer. Zu müde.
Und ich habe Angst vor den Wochen, in denen ich nicht am Meer bin, keine Möwen schreien höre, nicht den Wind spüre, die Endlosigkeit nicht vor Augen habe.
_keine chance, einfach in die freiheit des horizonts zu entfliehen_
mondstreif - 4. Jul, 19:57
.. ist im Sturm.
Ich fühle mich nie auch nur annähernd so lebendig, wie wenn ich im Wind stehe und den Regen auf meinem Gesicht fühle.
Atmen.
Ruhe.
Widerstand im Gesicht, Himmelstränen auf den Wangen.
Und Wind in den Haaren, im Antlitz, in der Kleidung. Er zerrt an mir, und mein Körper ist so präsent wie sonst nie.
Nur im Sturm fühle ich mich. Aber - immerhin dann.
mondstreif - 9. Mai, 00:10
Die Nacht - zum ersten Mal seit längerem - wieder nahezu gar nicht geschlafen.. Ich konnte die normalerweise unvermeidliche Panikattacke umgehen, nicht mal Medis habe ich genommen, dennoch macht mir das schon eher Sorgen. Ich hatte mich mit meiner Schlafstörung doch eigentlich soweit arrangiert, warum jetzt diese Steigerung?
Durchwachte Nächte hinterlassen immer so ein bohrendes Gefühl des Unbehagens - und viel Furcht vor der nächsten. Medikamente, viel Alkohol, beides?
Ich muss morgen ausgeruht sein. Teufelskreis ahoi... starten wir in eine neue Phase des Kampfes gegen die Dämonen in mir...
Warum kann eigentlich in meinem Leben nicht einfach mal alles glatt gehen? Wenn man die internen Probleme grade halbwegs sortiert und verdrängt hat, kommen externe... Moin Schicksal, ich habe Dich auch gern.
mondstreif - 27. Apr, 13:09
Wenn ich draußen im Hof, oder, wenn ich die Zeit dafür wirklich finde, unten an der Förde auf einem Anleger in der Sonne und im Wind sitze und mir das Licht auf Gesicht und Arme scheinen lasse, geht einem vieles, trotz des Buchs in meinen Händen, im Kopf herum.
~Sonnenbad~
Eigentlich bin ich keine Betroffene vom "Winterblues", doch grade scheint es mir selbst so, als hätte ich dringenden Nachholbedarf an Serotonin - und mithilfe des so stark leuchtenden Himmelskörpers lässt sich da einiges bessern, um weniger Melatonin in meinem Kreislauf zirkulieren zu haben. Gleichzeitig ist es auch wieder einmal Kopfkino - als brenne mir jeder Sonnenstrahl ein wenig Gefühl und Chaos aus dem wirren Kopf, bis eine lichtsatte Ruhe darin herrscht. Nicht freudig, nicht glückgeladen, nur still - eigentlich eher wehmütig still, mit sanftem, sehnsüchtigem Schmerz.
Ich beginne, wieder Distanz zu entwickeln, lasse mir vom Wind die Wahrnehmung von Problemen und Emotionen davon wehen, Seifenblasen, die zerplatzen. Ich schaffe Normalität, die darauf abzielt, diese bohrende Vernunft in Hinsicht auf Psyche, auf Instabilität zu verdrängen, ihr den Raum zu nehmen. Mich selbst vergessen in der Funktion, in meinen Aufgaben, und dankbar annehmen, was mir von außen gegeben wird, von Kommilitonen, Dozenten.
Möge die Sonne die letzten 9 Wochen ausbrennen wie einen Wassertropfen auf Asphalt - und möge meine Hautheilung die letzten Zeichen der Instabilität bald in genauso blasse Erinnerungen verwandeln wie den Rest..
mondstreif - 19. Apr, 14:12
Wie kommt es, daß ich 2009 erlebe, wo ich schon seit mittlerweile drei Jahren so eifrig daran arbeitete, eben dies nicht zu tun? Wie kommt es, daß jetzt wirklich ein Jahr ohne Suizidversuch verging? (Gut, ich gebe zu, es war mehrfach ganz knapp, aber schlußendlich zählt, daß nichts passierte.) Wie kommt es, daß ich es geschafft habe, auszuziehen, zu studieren, Spaß zu haben? Wie kommt es, daß zwischen Verletzungen mittlerweile um die 4 Wochen liegen (und jetzt schon genau ein Monat... wow..) ?
Ich glaube, ich hätte eigentlich viel zu feiern. Es gibt wohl nicht allzuviele Menschen, denen so oft das Leben "geschenkt" wurde wie mir. Sechsmal wirklich, und unzählige Wochen mit schlimmsten Blutwerten noch dazu.
Moin, 2009. Wie wirst Du wohl werden? Grottenfurchtbar, wie 2006? Unglaublich anstrangend wie 2007? Stetig steigend wie 2008? Oder wieder einmal ganz anders?
Da ich offensichtlich noch lebe, muss ich Dich wohl willkommen heißen... Also, dann mal los, zeig, was Du so drauf hast! :D
mondstreif - 3. Jan, 00:42
_zwischen Himmel und Hölle
_zwischen Stolz und Scham
_zwischen Angst und Mut
_zwischen Freude und Trauer
_zwischen Erfolg und Versagen
_zwischen Kontakt und Vereinsamung
_zwischen Lob und Nichtachtung
_zwischen Sehnen und Verdammen
_zwischen Kampf und Resignation
_zwischen Zukunft und Erinnerung
_zwischen Müdigkeit und Aktionismus
Und bei allem bleiben immer nur die Extreme. Und alle fünf Minuten eine Achterbahnfahrt von oben nach unten und wieder zurück.
Ich bekomme alles geregelt. Ich bin so weit gekommen, und werde es weiter schaffen. Ich werde gelobt, wahrgenommen, trotz der Narben und der sicherlich hinter meinem Rücken nur allzustark brodelnden Gerüchteküche - was ist das, woher hat sie das, verstehst du das? Ich erklimme einen Berg nach dem nächsten und meistere sie. Ich habe einen vorbildlichen Ruf.
Alles ist gegeben, um glücklich zu sein. Bin ich glücklich? Ja! nein? Ja. Nein. Doch, bin ich. Aber eben auch manchmal nicht. Manchmal?
Ich weiß nicht, wo ich stehe, wie es mir geht. Ich bin oft glücklich, glaube ich. Ich habe Freude an dem, was ich tue. Nur lässt die Kraft nach. Oder gebe ich wieder einmal zu schnell auf?
Ich gehe weiter. Und schieße jeden Abend die Gedanken aus meinem Kopf, mit Alk, Medis, irgendwas, nur, um weiter zu können. Sonst denke ich, hinterfrage ich, und bleibe stehen. Doch es geht voran, immer weiter, und ich darf nicht stehen bleiben.
Und alles nur, weil mein Dozent mich heute wieder einmal sehr lobte, mich regelrecht auszeichnete, und mich bat, trotz daß er meine Stimme bereits kennt und schätzt, ihm morgen vorzusingen, weil er es hören möchte.
mondstreif - 17. Dez, 22:15
...keine Wohnung, kein WG-Zimmer. Von zwei Wohngemeinschaften bekomme ich die Entscheidung erst noch mitgeteilt, aber - Hilfe, wer sollte mich schon wollen, wenn er noch andere Bewerber hat?!
Also wird es auch nach dem Paris-Trip weitersuchen bedeuten - so lange, bis ich einen oder eine Dumme/n finde, der nimmt, was er kriegen kann, selbst wenn es nur jemand wie ich ist...
So etwas ist wirklich ernüchternd, und zeigt den eigenen Marktwert - mangelhaft.
mondstreif - 8. Sep, 00:11
... oder von netten Menschen, Ein-Tages-Festivals und Fotoshootings
Alles hat ein Ende, und gleichzeitig fängt alles immer Hier & Jetzt an. Nichts versiegt ohne Aufsprudeln etwas anderem, und nichts kommt, ohne daß etwas anderes geht. Aber das ist okay so.
Betten sind etwas tolles, besonders in Zeiten von akutem Schlafentzug. Aber im Notfall tun es Sofas auch.
Coppelius ist eine Band, die ich Samstag Abend neu kennenlernte, und welche wirklich genial ist! Ich empfehle sie wärmstens weiter - schöne Bühnenschau, richtig gute Musik, viel Spaß und durchgeknallte Menschen in Fräcken, klingt das nicht gut? Es ist es auch!
Danke an die Menschen, die mir die letzte Woche so schön gemacht haben! Es war herrlich, neu, wunderbar und so bereichernd. Ich glaube, eine so durchgehend tolle Zeit hatte ich lange nicht mehr! Namentlich: mein Schatz(!!), Rotkäppchen und Muffti, und natürlich mein süßer erster Knabe...!
Eric Fish ist schon genial, auch wenn er Osnabrück nach Westfalen verlegt. Aber er moderiert gut und humorvoll, und macht einfach tolle Musik.
Feuerschwanz ist auch eine Band. Musikstil: solider Mittelaltersound mit ein bissel Rock dazwischen, sehr direkt, betont sexistisch, und damit eher nervig. Nett anzuhören, zumindest als Nebengeräusch, aber mehr Aufmerksamkeit ist definitiv verschwendet. Egal, als Vorband und Pause vom Singen, Hüpfen und Schreien waren sie auch ganz praktisch.
Grundierung (Make-up) ist etwas, was ich mir vor dem nächsten Shooting unbedingt noch kaufen muss.
Hüfthalter sind irgendwie witzig. Sie machen nämlich auch den Bauch schlanker, halten die sonst rutschenden Strümpfe fest und sehen auch noch sexy aus, wenn sie unter hochgezogenen Röcken herausblitzen. Wir hatten damit viel Spaß, nicht wahr? *lächel*
Irrsinn kann verdammt viel Spaß machen. Und es gibt viele Situationen, in denen es echt nicht schlecht, ein bisschen verrückt zu sein. :o)
Juhu! Einfach so, aus Prinzip!
Klarinetten passen gut zu hartem Rock! (: (-> Coppelius)
Letzte Instanz sind live verdammt genial, ich war nach dem Gig heiser. Und hatte schon einige blaue Flecken, und einen Platz recht weit vorne (6. Reihe oder so), und der Leadsänger ist soooo süß! (= Voll toll!
-> LaminiusX ist dagegen auch nicht unbedingt empfehlenswert. Fragt nicht, es lohnt nicht.
Merchandise-Stände sind irgendwie furchtbar gefährlich. Für mich jedenfalls, denn die Sachen, die man da kaufen kann, sind immer soooo attraktiv. Tshirts *schmacht*, Bücher (waaaaaaah!), Buttons *haben*, Patches *noch mehr haben* und Alben - ich könnte dort immer viel Geld lassen. Am Samstag habe ich mich aufgrund Bargeldmangels sehr zurückgehalten - nur ein Shirt von -> Coppelius und das Gedichtbuch von Bodenski wanderten zu mir. (=
Nachtgeschrei ist auch ganz nett. Doch, einfacher, guter Gothrock, ganz eingängig und schick. Wir verbrachten das Konzi von ihnen zwar sitzend hinten, aber die Musik hört man ja trotzdem, und die gefiehl mir gut.
Outfits sind wichtig für gute Fotos. Noch wichtiger sind die Model-Grundregeln, ein nettes Lächeln, und Spaß an der Sache. Damit kann man sogar aus hässlichen Menschen wie mir schöne machen.
Phantastisch waren die Stunden unten in klaudis Keller, in welchem er sein Studio eingerichtet hat, und wo er auch einen schönen großen Fundus hat. Wir haben uns richtig ausgetobt, witzige ->Outfits ausprobiert, und viel gelacht.
Qualität ist meistens deutlich sichtbar. Und mein letzter Fotograf hatte sie! (=
Röcke sind einfach schöne Kleidungsstücke!
Subway to Sally hat schon sehr gerockt! Dazu die Mondfinsternis, eine Menge Spaßsüchtige Menschen, Dunkelheit, Feuer und Licht, und die Nacht ist perfekt!
Tanzen, bis sich die Welt dreht, bis man nur noch bunte Farben sieht - das gehört zu einem guten Konzi dazu, selbst wenn einem dabei ein bisschen schwindlig wird. (o;
Urlaub ist relativ - daher nehme ich den, welchen mir meine Muddi nach der Klinik versprach, bei meinem Schatz. Ausspannen kann ich dort auch, und ich bin bei ihm. *freus*
Vorgespräche helfen, die Nervosität abzubauen, daher hab ich meinen nächsten Knipser heute schon getroffen - ein Gothicshooting in einem alten Fabrikgelände in Hannover, und ich bin sehr gespannt!
Wow! <- Ausruf des Erstaunens, daß man sogar von mir gute Fotos machen kann.
X-mal war mein Gesichtsausdruck nicht perfekt, aber digitale Fotos sind praktisch, und einige gute gibt es dann doch.
Y - mir fällt nichts ein, aber das passt schon.
Zu guter letzt ein Resümee - es war schön. Und ich hab mal wieder gute Vorsätze. Wird schon. :) Meine nächsten Wochen sind auf jeden Fall gut verplant. *lach*
mondstreif - 18. Aug, 16:07
Nummer zwei werden Schellen, knapp oberhalb des Knöchels, Freitag. Foto? Fehlanzeige. Dat sind meine, und die bekommen andere nur live zu Gesicht. *muah*
Neidisch? :p
Auch dabei geht mein herzlichster Dank an mein Rotkäppchen, ohne sie wäre ich weder auf die Idee noch an meinen local tattoo artist gekommen. (:
mondstreif - 30. Jun, 19:39