Schon letzte Woche fielen dann auch die letzten Steine und Sorgen, die mir die Uni machte, vom Herzen - ich fand durch den Hinweis einer Kommilitonin im studiVZ dann endlich auch die Seite, wo unsere Ergebnisse auf uns warteten - und fiel aus allen Wolken. Wider Erwarten bestand ich sogar die italienisch- und die Linguistikklausur, meine schlechteste Note (italienisch) ist eine 2,7.
In Musikwissenschaft hingegen habe ich einen mehr als nur traumhaften Schnitt - eigentlich ist er so unrealistisch gut, daß ich es noch immer nicht ganz fasse (bzw alternativ davon ausgehe, daß die Klausuren absolut billig gewesen sein müssen... da widersprechen aber zumindest in Tonsatz die Noten der anderen "Streber"..). Ich habe irgendwie schon ein fast schlechtes Gewissen, so unverschämt gute Noten geschrieben zu haben. Jetzt mal ehrlich - 1,0 in beiden MuWi-Klausuren ist doch nicht mehr normal....
mondstreif - 15. Mrz, 21:05
... gehts!
Dann starten wir mal auf in die erste Klausurenphase dieses Studiums. Ich habe latente Panik, durchzufallen, schlechte Noten zu schreiben, oder, noch schlimmer, meinen Anforderungen nicht zu genügen. Himmel, irgendwas größer "2" in bestimmten Fächern, und die Leute in Osna dürfen die nächsten Wochen daran arbeiten, meine Überzeugung, total versagt zu haben, zu widerlegen.
Also die besten Voraussetzungen! *lach* Na, dann wollen wir mal durch den Prüfungsmarathon. Wer macht mit? ^.^
mondstreif - 9. Feb, 23:10
Wie viele Welten in anderen existieren können. Oder nebeneinander? Über, auf, unter?
Die Uni ist jedoch eine mir vollkommen fremde und neue. Nachdem ich in der ersten Woche wie ein verschreckter Hase über den großen, bösen, gefährlichen und vor allem unübersichtlichen Campus gelaufen bin, fand ich in der zweiten bereits meine Räume allein. In der dritten wurde alles zunehmend zur Routine, und mittlerweile kann ich sogar meinen 24 SWS-Plan auswendig, verirre mich nicht, kenne alle meiner Fachbibliotheken, meine Dozenten, weiß, welchen ich korrekt mich "Herr Professor Doktor" anzusprechen habe und wer über solchen Profilneurosen steht und informell "Katja" ist, kenne in jeder Übung, Seminar, Vorlesung mindestens fünf Menschen, zu denen ich mich setzen kann und deren Namen ich sogar behalte, treffe mich mit anderen zum Hausaufgaben besprechen und essen in der Mensa und komme sogar über die Uni, wie grade, ins Internet (, und beginne, wie meine Dozenten, dreiundzwanzigzeilige Sätze zu bilden...).
Jetzt ist die vierte, ich wäre in Italien nicht mehr ausschließlich auf meine Lateinkenntnisse angewiesen, ich kann auf Finnisch zählen, beherrsche Fonetikgrundlagen, allgemeine Tonsatzkenntnisse und verstehe wieder Reimschemata und Metrik eines Gedichtes.
Himmel, ICH studiere! Nach zwei Jahren größerer, un- und freiwilliger Umwege hat es mich doch noch an die Uni verschlagen... Wunder? Heilung? Gesunder Menschenverstand?
Seitdem mir gestern meine stat. Therapeutixe telefonisch noch meine (Zwngs-)Krisenintervention erließ und ich mich erst im Januar wieder bei ihr zwecks nächstem Therapieintervall zu melden habe, ist der Rest dieses Jahres vollends gerettet. Und wenn ich morgen oder nächste Woche sogar endlich eigenes Internet habe, kann mich nichts mehr erschüttern.
Tschaka!
Mosyone - 14. Nov, 13:43