_fund-sachen_
Die Nächte sind nicht für die Menge gemacht.
Von deinem Nachbar trennt dich die Nacht,
und du sollst ihn nicht suchen trotzdem.
Und machst du nachts deine Stube licht,
um Menschen zu schauen ins Angesicht,
so musst du bedenken: wem.
Die Menschen sind furchtbar vom Licht entstellt,
das von ihren Gesichtern träuft,
und haben sie nachts sich zusammengesellt,
so schaust du eine wankende Welt
durcheinandergehäuft.
Auf ihren Stirnen hat gelber Schein
alle Gedanken verdrängt,
in ihren Blicken flackert der Wein,
an ihren Händen hängt
die schwere Gebärde, mit der sie sich
bei ihren Gesprächen verstehn;
und dabei sagen sie: Ich und Ich
und meinen: Irgendwen.
Rainer Maria Rilke, 25.11.1899, Berlin
Der übermächtige Impuls, sich zurückziehen. Stille. Einfach nur - Stille.
mondstreif - 30. Okt, 22:30
Ich bin heut' Morgen aufgewacht,
und wusste nicht, wofür.
Hab meine Augen aufgemacht
und nichts lag neben mir.
Ich fühl' mich völlig unbelebt,
und das, obwohl mein Herz noch schlägt.
Wie dieses Haus bin ich kalt und leer,
weil die Hälfte fehlt.
Ich hab mir geschwor'n, damit klarzukommen,
so gut, wie's eben geht.
Jetzt sieh mich an, ich bin nichts mehr wert,
wie ein Herz, das nur aus Mitleid lebt.
Wie kann man nur so kalt sein?
Geht dich das alles denn nichts mehr an?
Und du bist nur dein Schatten,
über den ich nicht springen kann.
Und ich weiß nicht,
Wonach soll ich suchen, welchen Weg soll ich noch geh'n?
Warum kann ich nicht vergessen? Es muss doch geh'n.
Sag mir,
Was muss noch passier'n, daß du nichts mehr für mich bist?
Ich würd' dich so gerne hassen, doch die Liebe lässt mich nicht.
Ich wollt' nicht mehr an dich denken.
Glaub mir, ich habs probiert.
Wollt' dich in Wein ertränken,
doch wie du siehst, hat das nicht funktioniert.
Ich wollt' es hier beenden,
doch Jahre löschen sich nicht einfach aus.
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden,
doch bei mir reißt sie sie wieder auf.
Und ich weiß nicht,
Wonach soll ich suchen, welchen Weg soll ich noch geh'n?
Warum kann ich nicht vergessen? Es muss doch geh'n.
Sag mir,
Was muss noch passier'n, daß du nichts mehr für mich bist?
Ich würd' dich so gerne hassen, doch die Liebe lässt mich nicht.
Und wie tief muss ich noch sinken,
bis ich ohne dich aufwach'?
Wieviele Tage müssen noch ertrinken,
bis auch das letzte Bild verblasst,
und ich es schaff', neu anzufangen -
sag mir wann. Sag, wie lang.
mondstreif - 24. Jun, 23:04
Der Wahnsinn ist vielleicht nichts anderes als ein Kummer,
der keine Entwicklung mehr erlebt.
Gefunden in einer Signatur.
Vielleicht ist es so, vielleicht stimmt das. Wenn sich - aber nein, warum kommentieren. Meine Gedanken gehören im Moment eh deutlich mehr zensiert, als ich es vermag. Also - Punkt.
mondstreif - 8. Jun, 23:29
It's too darn hot
It's too darn hot
I'd like to sup with my baby tonight
and play the pup with my baby tonight
but I ain't up to my baby tonight
cause it's too darn hot
I'd like to stop for my baby tonight
and blow my top with my baby tonight
but I'd be a flop with my baby tonight
cause it's too darn hot,
I'd like to fool with my baby tonight
break ev'ry rule with my baby tonight
but pillow you'll be my baby tonight
cause it's too darn hot
According to the Kinsey report
ev'ry average man you know
much prefers to play his favorite sport
when the temperature is low
but when the thermometer goes way up
and the weather is sizzling hot
Mister Adam for his madam is not
cause it's too too too darn hot
It's too darn hot,
I'd like to call on my baby tongiht
and give my all to my baby tonight
but I can't play ball with my baby tonight
cause it's too darn hot
I'd like to meet with my baby tonight
get off my feet with my baby tonight
but no repeat with my baby tonight
cause it's too darn hot
I'd like to coo with my baby tonight
and pitch some woo with my baby tonight
but brother you fight my baby tonight
cause it's too darn hot
According to the Kinsey report
ev'ry average man you know
much prefers to play his favorite sport
when the temperature is low
but when the thermometer goes way up
and the weather is sizzling hot
Mister GOB for his squab,
a marine for his queen
a G.I. for his cutie-pie is not
Cause it's too too too darn hot
It's too darn hot
Cole Porter, "Kiss me, Kate"
mondstreif - 29. Jul, 14:49
So viele Jahre
und so viele Sterne
ist es wohl her,
seit wir draußen sind
auf dem Meer.
[...]
Wie viele Himmel
und wie viele Länder
ist es wohl her,
seit wir draußen sind
auf dem Meer?
[...]
Sing ein Lied für den Ozean,
sing ein Lied über's Meer,
und ich singe ein Lied für Dich -
wird das Herz mir auch schwer.
[...]
Hafennacht, "Über's Meer"
Meer ist Liebe, ist Sehnsucht. Ist Endlosigkeit und Ewigkeit, Verheißung, Versprechen, Verlockung. Am Meer zu sein heißt, sich dem Teil in Dir, der Melancholie, Wehmut und verzweifelte Hoffnung beherrbergt, hinzugeben - und sich auch selbst zu verlieren. Doch vermag es mein seltsames Wesen, in diesem Verlust sich selbst zu finden, für ein paar Minuten, Stunden, einen Tag.
Ich habe erfahren, daß es in meinem Leben, in meinem Sein zwei große Lieben gibt und schon lange gab, die sich in allen Wirbeln und widerstreitenden Strömungen als Konstanten erwiesen - manchmal von einem machtvollen, leidenschaftlichen Sog überdeckt, doch so beständig, daß sie irgendwann wieder an die Oberfläche gelangen, so fest und zuverlässig wie zuvor. Die eine von den beiden Lieben bestimmt in dieser Zeit mal wieder einmal mit Sehnen und Verlangen meine Musik und meine Planung für Tagesausflüge und Urlaube, die andere wird ab Mittwoch auf meinem Leib verewigt sein. Mosyone bekommt Mittwoch ihr seit Jahren gewünschtes Tattoo, auf dem Schulterblatt, und sie freut sich einen Keks. :D
Also - neugierige Besucher sind dann ab diesem Tage willkommen, um das Werk zu bestaunen *hihi* Und die andere Sehnsucht - trage ich in meinem Herzen. Und ich weiß mit ihr um ein Ziel, einen Traum, aber auch schon jetzt und immerfort ein Zufluchtsort, wenn die Wirklichkeit mich überrennt - das Meer.
Mosyone - 7. Jun, 19:10
Ja, ich sehne mich nach dir. Ich gleite
mich verlierend selbst mir aus der Hand,
ohne Hoffnung, daß ich Das bestreite,
was zu mir kommt wie aus deiner Seite
ernst und unbeirrt und unverwandt.
...jene Zeiten: O wie war ich Eines,
nichts was rief und nichts was mich verriet;
meine Stille war wie eines Steines,
über den der Bach sein Murmeln zieht.
Aber jetzt in diesen Frühlingswochen
hat mich etwas langsam abgebrochen
von dem unbewußten dunkeln Jahr.
Etwas hat mein armes warmes Leben
irgendeinem in die Hand gegeben,
der nicht weiß was ich gestern noch war.
Rainer Maria Rilke, Die Liebende
Mosyone - 28. Okt, 08:40
Doch du kannst nicht alles haben!
Manches kann dir dieses Leben
eben einfach nicht geben.
Du kannst nicht alles haben,
aber ganz gelegentlich
scheint die Sonne auch für dich!
Nein, man kann nicht alles haben.. Ist es einfach nur unmäßig, was ich mir vom Leben wünsche? Erwarte ich einfach nur zuviel? Ist es vielleicht eine der Sachen, die mir das Leben einfach nicht geben kann, wenn ich mir eben dieses bisschen Sonne wünsche?
Manches kann mir dieses Leben einfach nicht geben. Und damit abfinden wäre vielleicht endlich mal fällig..
Mosyone - 5. Apr, 13:12
Die Angst vor dem Narren, ist der Beginn der Weisheit.
Mosyone - 1. Apr, 23:57
Wenn der Abgrund droht, mich nieder zu reißen, lasse ich deine Hand los, um dich nicht mit zu ziehen...
Mosyone - 23. Jan, 19:55
Where do we go from here?
This isn't where we intended to be
We had it all
You believed in me
I believed in you
Certainties disappear
What do we do for our dream to survive?
How do we keep all our passions alive as we used to do?
Deep in my heart I'm conceiling
Things that I'm longing to say
Scared to confess what I'm feeling
Frightend you'll slip away
You must love me..
Why are you at my side?
How can I be any use to you now?
Give me a chance and I'll let you see how
Nothing has chanced..
Deep in my heart I'm conceiling
Things that I'm longing to say
scared to confess what i'm feeling
Frightend you'll slip away
You must love me..
Mosyone - 11. Jul, 22:19